In den Bedingungen für die EM stand, dass es 8 Stadien als Austragsorte geben müsse, wegen der Absage des Stadionsbau sind es momentan nur 7.
Quelle news.chDie UEFA hat der Schweiz und Österreich, den gemeinsamen Veranstaltern der EM 2008, einen vertraulichen Brief zugesandt, bemängelt Stadien und Sicherheit und stösst in ihrem politisch verfassten Schreiben ein Ultimatum aus.
Laut einem Bericht der "SonntagsZeitung" droht die UEFA der Schweiz unverhohlen damit, dass andere Länder der Schweiz und Österreich die Austragung der EM 2008 streitig machen könnten. "Das ist ein politisches Schreiben", sagt Christian Mutschler, der Schweizer Turnierdirektor des SFV.
Das müsse die UEFA so machen, weil sie die EM auf Grund der Dossiers an die Schweiz und Österreich vergab. Sie teilt uns somit mit: "Liebe Freunde, ihr habt ein Problem in Zürich. Das haben wir. Die gestellten Aufgaben werden wir gemeinsam lösen und die Pendenzen erledigen. Wir liegen im Zeitplan. Deshalb ist für mich die EM nicht in Gefahr."
Die UEFA pocht darauf, dass es eine Hauptbedingung im Bewerbungsverfahren war, dass die Schweiz und Österreich rechtzeitig acht Stadien bereitstellen würden. Zur Zeit sind es nur sieben.
Die UEFA, so drohen jetzt Johansson und Olsson, könnte vor die Situation gestellt werden, dass unterlegene Kandidaten den Entscheid, die Euro 2008 an Österreich und die Schweiz zu vergeben, anfechten könnten. Gemäss SFV-Zentralpräsident Zloczower habe ein erfolgloser Bewerber reklamiert.
oder ein bisschen dramatischer beschrieben von Blick
übrigens hatte auch hier wieder der vcs die finger drin, und rekurs eingelegt gegen das stadionAuch Fifa-Präsi Blatter schaltet sich ein
ZÜRICH – Und nun könnte die Blamage ums neue Hardturm-Stadion doch Konsequenzen haben. Uefa-Präsident Lennart Johannson droht der Schweiz und Österreich, ihnen die EM 2008 zu entziehen.
Der vertrauliche Brief, den SFV-Präsident Ralph Zloczower (und sein österreichischer Amtskollege Stickler) von Uefa-Präsident Johannson und und Generalsekretär Lars-Christer Olsson erhielten, hat ihnen sicherlich den Sonntags-Zopf verdorben. Darin wird ziemlich unverhohlen gedroht, der Schweiz und Österreich die Fussball-EM zu entziehen.
Laut «SonntagsZeitung» zeigt sich die Uefa «sehr enttäuscht» darüber, dass das Zürcher Hardturm-Stadion bis zur EM nicht realisiert werden kann. Und beunruhigt, weil noch kein Ersatz präsentiert wurde.
«Die Uefa pocht darauf, dass es eine Hauptbedingung im Bewerbungsverfahren war, dass die Schweiz und Österreich rechtzeitig acht Stadien bereitstellen – zur Zeit sind es nur sieben», so der Wortlaut des Briefes. Deswegen könnte der europäische Verband vor die Situation gestellt werden, dass unterlegene Kandidaten den Entscheid, die Euro 2008 an Österreich und die Schweiz zu vergeben, anfechten könnten.»
Deswegen hat die UEFA eine Frist gesetzt. Sie verlangt spätestens bis zum 31. Dezember 2004 eine «endgültige Antwort», was mit dem achten Stadion passiert.
Enttäuscht zeigt sich die Uefa auch über die «ungenügende Unterstützung von politischer Seite» in beiden Gastgeberländern.
Weiter kritisiert werden die Sicherheitsvorkehrungen. Um die Sicherheit in den Stadien zu gewährleisten, sind laut den beiden Schweden 10 Millionen Franken nötig. Die Veranstalter haben hierfür aber nur 3,5 Millionen budgetiert.
Zudem hatte SFV-Präsident Zloczower – ohne Absprache mit Bund und Kantonen – vorschnell zugesagt, dass die Schweiz die Sicherheitskosten übernehmen werde.
SFV wehrt sich
In einem ersten Communiqué zeigt sich der SFV «überrascht, dass ein persönliches und vertrauliches Schreiben der Uefa durch eine Indiskretion an die Öffentlichkeit gelangt ist.» Der Verband hält fest, dass entgegen der Vorwürfe die Sicherheitskosten von rund 10 Millionen Franken finanziert seien und Präsident Zloczower diesbezüglich sehr wohl in engem Kontakt mit dem Bund stehe.
BLATTER INTERVENIERT BEI DEISS
Auch Fifa-Präsident Sepp Blatter hat in Sachen EM einen Brief geschrieben. Und zwar an Bundesrat Joseph Deiss, seinen Duzfreund. Wie die «SonntagsZeitung» berichtet, ruft er den EVD-Chef darin auf, sich für die EM einzusetzen. Die Euro 2008 «könnte in Frage gestellt werden», so Blatter - wegen der nicht einhaltbaren Zusicherungen beim Bau der Stadien.
Blatter bittet Deiss, sich für das Zürcher EM-Stadion einzusetzen und regt «Massnahmen ausserhalb des Rechtsverfahrens» an. Allerdings ohne konkret zu sagen, was er damit meint.
Zuvor hatte Uefa-Präsident Johannson auch bei Blatter interveniert und gefordert, die Schweiz solle «adäquate Massnahmen» ergreifen.

