Es war einmal ein kleines, süßes Mädchen, das immer ein Käppchen aus rotem Samt trug. Aufgrund dieses Attributes erhielt es ein Assign unter dem symbolischen Namen Rotkäppchen.
Eines Tages sprach die Mutter: "Rotkäppchen, die Gesundheit deiner Großmutter hat einen Interrupt bekommen. Wir müssen ein Pflegeprogramm entwickeln und zur Großmutter bringen, um das Problem zu l”sen. Verirre dich jedoch nicht im Wald der alten Sprache, sondern gehe nur strukturierte Wege. Nutze dabei immer eine Hochsprache der vierten Generation, dann geht es der Großmutter schnell wieder gut. Und achte darauf, daß dein Pflegeprogramm transaktionsorientiert ist, damit es die Großmutter nicht noch mehr belastet."
Da der Weg zur Großmutter renetrant war, traf Rotkäppchen den Wolf. Er tat sehr benutzerfreundlich, hatte im Background jedoch schon einen Abbruch programmiert. Während Rotkäppchen einen Go To ins Blumenfeld machte, ging der Wolf im Direktzugriff zur Großmutter und vereinnahmte sie unverzüglich durch ein DELETE. Ohne zu zögern gab er sich dem Anschein kompatibel zu sein und nahm die logische Sicht der Großmutter an.
Dann legte er sich in ihren Speicherplatz. Kurz danach lokalisierte auch Rotkäppchen die Adresse der Großmutter und trat in den Speicherraum. Vor Installation des Pflegeprogramms machte Rotkäppchen sicherheitshalber einen VERIFY und fragte:
"Hi Großmutter warum hast du so große Augen?" "Weil ich zufriedene Endbenutzer gesehen habe."
"Ei Großmutter warum hast du so große Ohren?" "Damit ich die wünsche der User besser verstehen kann."
"Ei Großmutter warum hast du so ein entsetzlich großes Maul?" "Damit ich dich besser CANCELN kann!"
Sprach's und nahm das arme Ding als Input. Nach einen Logoff begab sich der Wolf zur Ruhe, schlief ein und fing an zu schnarchen. Als der Jäger auf seinem Loop durch den Wald am Haus der Großmutter vorbeikam, sah er durch ein Window den Wolf im Bett liegen. "Finde ich dich hier du alter Sünder", sprach er, "ich habe dich lange gesucht !" Als Kenner der Szene analysierte er sofort, daß nach den Regeln des Booleschen Algebra die Großmutter nur im Bauch des Wolfes weilen konnte. Er nahm sein Messer und teilte den Bauch des Wolfes in mehrere Sektoren und machte, welch Freude, die Großmutter und das Rotkäppchen wieder zu selbstständigen Modulen.
Als Input für den leeren Bauch des Wolfes nahmen sie viele Kilobyte Steine und beendeten die Operation mit einem Close. Als der Wolf schließlich erwachte, verursachte ihm sein dermaßen aufgeblähter Hauptspeicher solche Schmerzen das er an einer Storage Violation jämmerlich zugrunde ging. Seinen letzer Atemzug beendete er noch mit einem Core Dump. Da waren alle vergnügt!
Das aktivierte die Großmutter! Rotkäppchen aber dachte: "Du willst nie wieder einen GO TO machen, sondern nur noch strukturierte Wege gehen wie dir's die Mutter gesagt hat!" Und wenn sie nicht einem System Absturz zum Opfer geworden sind, durchlaufen sie noch heute die Schaltkreise..
Rotkäppchen für Informatiker
Moderator: lishka
Rotkäppchen für Informatiker
--{spiff}--
vom Informatiker erzählt
Das Adventure vom RC:
Es existete 01h mal ein kleines Mädchen, das defaultmäßig ein AddOn mit Farbcode 12 auf dem Kopf trug. Aus diesem Grund war es in allen Systemen unter dem Alias
"Red Cap", bzw. der ID "RC", bekannt.
RC's $HOME war das Haus seiner ParentIDs und so erhielt es eines Tages den command, eine shell voller erfrischendem Equipment zum $HOME seiner ParentParentID zu moven. Also crunchte es Bandsalat, Mäuse, einen Apple, jede Menge Sauce Code, SoftICE und anderen Junk Food in die shell und wollte disconnecten.
Seine ParentID übergab noch ein Warning:
"Arbeite mit Fehlerkorrektur, meine child-ID, das routing führt Dich passthrough durch eine tree collection, die voller danger ist ! CRASHE also die shell zu Deiner ParentParentID und disab'le den error, rechts oder links vom routing abzukommen ! Und nimm bitte noch einen BackBone für den FIDO mit, ja ?"
RC bestätigte mit Errorlevel 0 und disconnectete. Als es jedoch gerade passthrough durch die trees wollte, tauchte ein feindlicher carrier mit der ID "WOLF" so überraschend auf, dass RC einen connect nicht mehr verhindern konnte.
WOLF hatte RC sofort an seinem *'C' erkannt und war ganz darauf programmiert, RC's CRC-Summen zu hacken, um seine Fehlerkorrektur zu disablen und es auf eine abgelegene Bitmap zu locken.
Doch RC befand sich zum Glück im Protected Mode und setzte Errorlevel 100:
"Access denied, Wolf", repliete es,
"ich muss meiner ParentParentID diese Shell erquickenden Equipments crashen und habe keine subrouting privileges !".
Danach beendete es das negotiating mit ALT-H und setzte sein routing fort.
WOLF hatte inzwischen einen enormen Mangel an Input und so besann er sich eines Trojans. Er benutzte einen nicht-postzugelassenen Carrier und war somit wesentlich früher beim $HOME von RC's ParentParentID als RC.
Sofort machte er sich daran, einen account zu erhacken. Die ParentParentID hatte eine door in ihrem $HOME installiert, die jedoch durch ein Passwort geschützt war.
"Enter your ID and Password, please !" vernahm er von drinnen.
"RC, Erquickendes Equipment" rief WOLF mit gepatchter Stimme. Die ParentParentID fühlte sich wie in GURU'S HEAVEN, dass ihre ChildChildID einmal wieder mit ihr connectete und vergaß dabei völlig jede Vorsicht vor "Trojan Wolfes".
Sobald WOLF jedoch access hatte, disablete er die ParentParentID und machte sie sofort zu seinem Input. Dann kopierte er ihre Oberfläche und ging auf Stand By.
Einige Einheiten später kam auch RC an und loggte sich ein. Das $HOME der ParentParentID schien unverändert, jedoch kam ihm der owner irgendwie FAKE vor.
"ParentParentID, warum hast Du so eine lange Leitung ?" fragte es.
"Damit ich besser in der Badewanne chatten kann !" sagte WOLF.
"ParentParentID, warum hast Du so große Festplatten ?"
"Damit ich besser saugen kann !"
"ParentParentID, warum hast Du so große Tasten ?"
"Damit ich Dich besser DELETEN kann !".
Und mit diesen Worten jumpte WOLF auf RC und machte es zu seinem Input. Danach fühlte er sich buggy wie nach einem 10-Stunden-Chat und switchte alsbald zum sleep mode.
Wenig später kam ein befreundeter Virenjäger aus der Nahzone vorbei und fand das $HOME der ParentParentID DOWN. Da ihr System sonst recht stabil lief, beschloß er, das $HOME vorsichtshalber einmal abzuscannen.
Schon beim ersten Ansehen des directorys von $HOME fand er WOLF mit der kopierten Oberfläche der ParentParentID im Sleep Mode und den IDs als Input.
"FATAL ERROR, SYSTEM HALTED !" dachte der Jäger. "Und das einen Tag, bevor sie mir Hero's Quest XII kopieren wollte :-(".
Doch in diesem Moment hörte er voices aus dem High-Ram des WOLF:
- "12h ?"
- "Ja !"
- "14h ?"
- "Ja !"
- "16h ?" - "Ja !".
- "17h ?" - "Ja !".
- "1Bh, 1Eh ?"
- "Limit überschritten !"
"Aha !", dachte der Virenjäger, "sie spielen virtuelles Skat ! Das BIOS von WOLF scheint ja recht buggy zu sein. Dann kann ich sie vielleicht noch undeleten !".
Er schlich sich zu WOLF und machte vorsichtig einen cut knapp über dem Bootsektor.
"Ohne 03h, play 04h, Cache 05h, Schneider 06h, V*bis 07h, announced 08h, gel00sed 10h, again 20h, Contra 40h, Supra 80h, Du spreadest !" vernahm er aus dem HOLE im WOLF.
"Connect !" begrüßte er die beiden, "wie sind Eure settings ?".
"Thanx für das Bonus-Life !" repliete die ParentParentID und RC appendete: "Das war echt knapp, denn ich glaub', wir hatten echt keine Lifes mehr auf dem Level, ey !".
Damit der Patch an WOLF möglichst hidden blieb, editierte der Jäger ihn noch etwas, installierte den STONED-Virus, welcher perfekt das Gewicht von Steinen simuliert und closete ihn dann wieder.
Als WOLF kurz darauf nach "active" switchte, dauerte das bootstrapping fast doppelt so lange wie gewöhnlich.
"Boah, bin ich stoned", brummte WOLF, als er endlich gebootet hatte, "diese IDs machen mich echt buggy !".
"Ich muss dringend meine performance tunen !" dache er bei sich und quittete, um etwas frische Bytes zu schnappen.
Kaum ausgeloggt, bemerkte er ein
"WARNING: critical water level !" und wollte sich aus einem Brunnen etwas Wasser leechen. Das war jedoch genau die condition, auf die der Stoned Virus nur gewartet hatte. Er schlug erbarmungslos zu, indem er eine riesige Stone-Simulation hochfuhr.
Mit über 2000 cps wurde WOLF in den Brunnen downgeloadet. Die ParentParentID, RC und der Virenjäger feierten jedoch einen grossen Multiline-Chat und wenn sie nicht deletet sind, so phreaken sie noch heute. [/b]
Das Adventure vom RC:
Es existete 01h mal ein kleines Mädchen, das defaultmäßig ein AddOn mit Farbcode 12 auf dem Kopf trug. Aus diesem Grund war es in allen Systemen unter dem Alias
"Red Cap", bzw. der ID "RC", bekannt.
RC's $HOME war das Haus seiner ParentIDs und so erhielt es eines Tages den command, eine shell voller erfrischendem Equipment zum $HOME seiner ParentParentID zu moven. Also crunchte es Bandsalat, Mäuse, einen Apple, jede Menge Sauce Code, SoftICE und anderen Junk Food in die shell und wollte disconnecten.
Seine ParentID übergab noch ein Warning:
"Arbeite mit Fehlerkorrektur, meine child-ID, das routing führt Dich passthrough durch eine tree collection, die voller danger ist ! CRASHE also die shell zu Deiner ParentParentID und disab'le den error, rechts oder links vom routing abzukommen ! Und nimm bitte noch einen BackBone für den FIDO mit, ja ?"
RC bestätigte mit Errorlevel 0 und disconnectete. Als es jedoch gerade passthrough durch die trees wollte, tauchte ein feindlicher carrier mit der ID "WOLF" so überraschend auf, dass RC einen connect nicht mehr verhindern konnte.
WOLF hatte RC sofort an seinem *'C' erkannt und war ganz darauf programmiert, RC's CRC-Summen zu hacken, um seine Fehlerkorrektur zu disablen und es auf eine abgelegene Bitmap zu locken.
Doch RC befand sich zum Glück im Protected Mode und setzte Errorlevel 100:
"Access denied, Wolf", repliete es,
"ich muss meiner ParentParentID diese Shell erquickenden Equipments crashen und habe keine subrouting privileges !".
Danach beendete es das negotiating mit ALT-H und setzte sein routing fort.
WOLF hatte inzwischen einen enormen Mangel an Input und so besann er sich eines Trojans. Er benutzte einen nicht-postzugelassenen Carrier und war somit wesentlich früher beim $HOME von RC's ParentParentID als RC.
Sofort machte er sich daran, einen account zu erhacken. Die ParentParentID hatte eine door in ihrem $HOME installiert, die jedoch durch ein Passwort geschützt war.
"Enter your ID and Password, please !" vernahm er von drinnen.
"RC, Erquickendes Equipment" rief WOLF mit gepatchter Stimme. Die ParentParentID fühlte sich wie in GURU'S HEAVEN, dass ihre ChildChildID einmal wieder mit ihr connectete und vergaß dabei völlig jede Vorsicht vor "Trojan Wolfes".
Sobald WOLF jedoch access hatte, disablete er die ParentParentID und machte sie sofort zu seinem Input. Dann kopierte er ihre Oberfläche und ging auf Stand By.
Einige Einheiten später kam auch RC an und loggte sich ein. Das $HOME der ParentParentID schien unverändert, jedoch kam ihm der owner irgendwie FAKE vor.
"ParentParentID, warum hast Du so eine lange Leitung ?" fragte es.
"Damit ich besser in der Badewanne chatten kann !" sagte WOLF.
"ParentParentID, warum hast Du so große Festplatten ?"
"Damit ich besser saugen kann !"
"ParentParentID, warum hast Du so große Tasten ?"
"Damit ich Dich besser DELETEN kann !".
Und mit diesen Worten jumpte WOLF auf RC und machte es zu seinem Input. Danach fühlte er sich buggy wie nach einem 10-Stunden-Chat und switchte alsbald zum sleep mode.
Wenig später kam ein befreundeter Virenjäger aus der Nahzone vorbei und fand das $HOME der ParentParentID DOWN. Da ihr System sonst recht stabil lief, beschloß er, das $HOME vorsichtshalber einmal abzuscannen.
Schon beim ersten Ansehen des directorys von $HOME fand er WOLF mit der kopierten Oberfläche der ParentParentID im Sleep Mode und den IDs als Input.
"FATAL ERROR, SYSTEM HALTED !" dachte der Jäger. "Und das einen Tag, bevor sie mir Hero's Quest XII kopieren wollte :-(".
Doch in diesem Moment hörte er voices aus dem High-Ram des WOLF:
- "12h ?"
- "Ja !"
- "14h ?"
- "Ja !"
- "16h ?" - "Ja !".
- "17h ?" - "Ja !".
- "1Bh, 1Eh ?"
- "Limit überschritten !"
"Aha !", dachte der Virenjäger, "sie spielen virtuelles Skat ! Das BIOS von WOLF scheint ja recht buggy zu sein. Dann kann ich sie vielleicht noch undeleten !".
Er schlich sich zu WOLF und machte vorsichtig einen cut knapp über dem Bootsektor.
"Ohne 03h, play 04h, Cache 05h, Schneider 06h, V*bis 07h, announced 08h, gel00sed 10h, again 20h, Contra 40h, Supra 80h, Du spreadest !" vernahm er aus dem HOLE im WOLF.
"Connect !" begrüßte er die beiden, "wie sind Eure settings ?".
"Thanx für das Bonus-Life !" repliete die ParentParentID und RC appendete: "Das war echt knapp, denn ich glaub', wir hatten echt keine Lifes mehr auf dem Level, ey !".
Damit der Patch an WOLF möglichst hidden blieb, editierte der Jäger ihn noch etwas, installierte den STONED-Virus, welcher perfekt das Gewicht von Steinen simuliert und closete ihn dann wieder.
Als WOLF kurz darauf nach "active" switchte, dauerte das bootstrapping fast doppelt so lange wie gewöhnlich.
"Boah, bin ich stoned", brummte WOLF, als er endlich gebootet hatte, "diese IDs machen mich echt buggy !".
"Ich muss dringend meine performance tunen !" dache er bei sich und quittete, um etwas frische Bytes zu schnappen.
Kaum ausgeloggt, bemerkte er ein
"WARNING: critical water level !" und wollte sich aus einem Brunnen etwas Wasser leechen. Das war jedoch genau die condition, auf die der Stoned Virus nur gewartet hatte. Er schlug erbarmungslos zu, indem er eine riesige Stone-Simulation hochfuhr.
Mit über 2000 cps wurde WOLF in den Brunnen downgeloadet. Die ParentParentID, RC und der Virenjäger feierten jedoch einen grossen Multiline-Chat und wenn sie nicht deletet sind, so phreaken sie noch heute. [/b]
Zuletzt geändert von admin am 15.09.2003, 11:53, insgesamt 1-mal geändert.
(vom Mathematiker erzählt)
Es war einmal ein Mädchen, dem wurde eindeutig eine rote Kappe zugeordnet, wodurch es als Rotkäppchen definiert wurde. "Kind", argumentierte die Mutter, "werde kreativ, mathematisiere die kürzeste Verbindung zur Großmutter, analysiere aber nicht die Blumen am Wege, sondern formuliere deinen Weg in systematischer Ordnung." Rotkäppchen vereinigte einen Kuchen, eine Wurst und eine Flasche Wein zu einer Menge, hinterfragte nochmal den Weg und ging los.
Im Walde schnitt ihr Weg, den Weg eines Wolfes. Er diskutierte mit ihr über die Relevanz eines Blumenstraußes für die Großmutter und motivierte sie, einen geordneten, höchstens abzählbaren Strauß zu verknüpfen. Inzwischen machte der Wolf die Großmutter zu einer Teilmenge von sich.
Als Rotkäppchen dann ankam, fragte sie: "Großmutter, warum hast du so große Augen?"
"Ich habe gerade mein BAföG erhalten!"
"Großmutter, warum hast du so große Ohren?"
"Ich habe versucht, Prüfungsfragen durch die Tür zu erlauschen!"
"Großmutter, warum hast du einen so großen Mund?"
"Ich habe gerade versucht, das Mensa-Essen zu schlucken!"
Daraufhin machte sich der Wolf zur konvexen Hülle von Rotkäppchen.
Ein Jäger kam, sah eine leere Menge von Großmutter im Haus und problematisierte die Frage, bis sie transparent wurde. Dann nahm er sein Messer und machte aus dem Wolf eine Schnittmenge. Die im Wolf integrierten Personen wurden schleunigst von ihm subtrahiert. Zum Wolf wurde eine mächtige Menge von Steinen addiert. Er fiel in einen zylinderförmigen kartesischen Brunnen, bis seine Restmenge nicht mehr lebte.
Aus Friedrich Wille: "Humor in der Mathematik", Vandenhoeck & Ruprecht.
Es war einmal ein Mädchen, dem wurde eindeutig eine rote Kappe zugeordnet, wodurch es als Rotkäppchen definiert wurde. "Kind", argumentierte die Mutter, "werde kreativ, mathematisiere die kürzeste Verbindung zur Großmutter, analysiere aber nicht die Blumen am Wege, sondern formuliere deinen Weg in systematischer Ordnung." Rotkäppchen vereinigte einen Kuchen, eine Wurst und eine Flasche Wein zu einer Menge, hinterfragte nochmal den Weg und ging los.
Im Walde schnitt ihr Weg, den Weg eines Wolfes. Er diskutierte mit ihr über die Relevanz eines Blumenstraußes für die Großmutter und motivierte sie, einen geordneten, höchstens abzählbaren Strauß zu verknüpfen. Inzwischen machte der Wolf die Großmutter zu einer Teilmenge von sich.
Als Rotkäppchen dann ankam, fragte sie: "Großmutter, warum hast du so große Augen?"
"Ich habe gerade mein BAföG erhalten!"
"Großmutter, warum hast du so große Ohren?"
"Ich habe versucht, Prüfungsfragen durch die Tür zu erlauschen!"
"Großmutter, warum hast du einen so großen Mund?"
"Ich habe gerade versucht, das Mensa-Essen zu schlucken!"
Daraufhin machte sich der Wolf zur konvexen Hülle von Rotkäppchen.
Ein Jäger kam, sah eine leere Menge von Großmutter im Haus und problematisierte die Frage, bis sie transparent wurde. Dann nahm er sein Messer und machte aus dem Wolf eine Schnittmenge. Die im Wolf integrierten Personen wurden schleunigst von ihm subtrahiert. Zum Wolf wurde eine mächtige Menge von Steinen addiert. Er fiel in einen zylinderförmigen kartesischen Brunnen, bis seine Restmenge nicht mehr lebte.
Aus Friedrich Wille: "Humor in der Mathematik", Vandenhoeck & Ruprecht.
Zuletzt geändert von admin am 15.09.2003, 11:52, insgesamt 1-mal geändert.
vom Sprachheilpädagogen erzählt
Es war einmal ein kleines Mädchen, das von allen Rotkäppchen genannt wurde, weil es von seiner Mutter jeden Tag ein rotes Mützchen aufgesetzt bekam. Eines schönen Tages sagte die alleinerziehende und restlos überforderte Mutter zu ihrer kleinen Tochter Rotkäppchen, sie solle doch der vereinsamten Großmutter therapeutische Hilfen für die Überwindung ihrer aktuellen destabilisierenden Disposition, einer Erkältung, vorbei bringen.
"Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen!", belehrte die fürsorgliche Mutter das Rotkäppchen und gab ihr einen Korb mit Brot und Wein für die bedürftige Großmutter mit. "Und bleib mir ja auf dem rechten Wege im dunklen Wald", fuhr die Mutter verhaltenstherapeutisch-präventiv fort. "Du weißt ja, was mit solchen unartigen Kindern passiert, die sich nicht an das Gesagte halten."
So ging das Rotkäppchen los. Als es im Wald an einem multisensorisch reizenden Blumenfeld vorbeikam, reagierte es intuitiv und ging hinein. Da trat der Wolf, der einen Aggressor verkörpert, an das Rotkäppchen heran und verwickelte es in einen sprachtherapeutisch einfachen Frage-Antwort-Dialog, in dem er erfuhr, dass es zu der kranken Großmutter geht. Da der Wolf merkte, dass das Rotkäppchen so begeistert von den Blumen und sehr konzentriert mit ihnen beschäftigt war, schlich er sich davon und suchte die Großmutter auf. Er fraß die Großmutter so schnell auf, dass diese überhaupt nicht mehr reagieren konnte, und nahm ihre Familienposition ein.
Als das Rotkäppchen das Haus der Großmutter betrat, stieß ihm die angespannte Atmosphäre im Zimmer auf, und es begann, die Großmutter aus der Reserve zu locken.
"Ei, Großmutter, warum hast du so große Augen?", fragte es zögerlich.
"Damit meine Asthenie des Sehzentrums besser kompensiert wird."
"Ei, Großmutter, warum hast du so große Ohren?", fragte das Rotkäppchen weiter.
"Damit ich Klänge und Geräusche besser unterscheiden kann."
"Ei Großmutter, warum hast du so ein entsetzlich großes Maul?", fragte es immer selbstbewusster.
"Damit ich mein Sprechen besser kinetisch-kinästhetisch kontrollieren kann."
Da machte der böse Wolf auch das Rotkäppchen zu einer eigenen physischen Disposition und legt sich anschließend zum Abbau nervlicher Spannungen schlafen. Er schnarchte so laut, dass der vorbeikommende Jäger gar nicht umher kam, ein schlaffes Gaumensegel zu vermuten. Er verletzte die Privatsphäre der Großmutter und betrat ihr Haus, um dem Wolf die körperliche Belastung aus dem Bauch zu therapieren. Er war etwas verunsichert, was sich in motorischer Unruhe äußerte, aber er machte methodisch exakte Schnitte am Bauch des Wolfs und befreite die traumatisierte Großmutter und das Rotkäppchen. Um einen Placebo-Effekt herbeizuführen legte der Jäger dem Wolf viele große naturbelassene Wackersteine in den Bauch und beendete die Therapie erfolgreich. Als der Wolf erwachte, taumelte er mit unterspannter Körperhaltung zum nächsten Brunnen und fiel hinein. Das Rotkäppchen schwor sich, eine Verhaltenstherapie zu machen, um nicht mehr so impulsiv auf Reize zu reagieren. Alle Bewohner der Umgebung versammelten sich am Hause der Großmutter und gründeten eine Selbsthilfegruppe für von Wölfen geschädigte Menschen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann fühlen sie sich noch heute missverstanden.
(Von Annette Bork)
Es war einmal ein kleines Mädchen, das von allen Rotkäppchen genannt wurde, weil es von seiner Mutter jeden Tag ein rotes Mützchen aufgesetzt bekam. Eines schönen Tages sagte die alleinerziehende und restlos überforderte Mutter zu ihrer kleinen Tochter Rotkäppchen, sie solle doch der vereinsamten Großmutter therapeutische Hilfen für die Überwindung ihrer aktuellen destabilisierenden Disposition, einer Erkältung, vorbei bringen.
"Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen!", belehrte die fürsorgliche Mutter das Rotkäppchen und gab ihr einen Korb mit Brot und Wein für die bedürftige Großmutter mit. "Und bleib mir ja auf dem rechten Wege im dunklen Wald", fuhr die Mutter verhaltenstherapeutisch-präventiv fort. "Du weißt ja, was mit solchen unartigen Kindern passiert, die sich nicht an das Gesagte halten."
So ging das Rotkäppchen los. Als es im Wald an einem multisensorisch reizenden Blumenfeld vorbeikam, reagierte es intuitiv und ging hinein. Da trat der Wolf, der einen Aggressor verkörpert, an das Rotkäppchen heran und verwickelte es in einen sprachtherapeutisch einfachen Frage-Antwort-Dialog, in dem er erfuhr, dass es zu der kranken Großmutter geht. Da der Wolf merkte, dass das Rotkäppchen so begeistert von den Blumen und sehr konzentriert mit ihnen beschäftigt war, schlich er sich davon und suchte die Großmutter auf. Er fraß die Großmutter so schnell auf, dass diese überhaupt nicht mehr reagieren konnte, und nahm ihre Familienposition ein.
Als das Rotkäppchen das Haus der Großmutter betrat, stieß ihm die angespannte Atmosphäre im Zimmer auf, und es begann, die Großmutter aus der Reserve zu locken.
"Ei, Großmutter, warum hast du so große Augen?", fragte es zögerlich.
"Damit meine Asthenie des Sehzentrums besser kompensiert wird."
"Ei, Großmutter, warum hast du so große Ohren?", fragte das Rotkäppchen weiter.
"Damit ich Klänge und Geräusche besser unterscheiden kann."
"Ei Großmutter, warum hast du so ein entsetzlich großes Maul?", fragte es immer selbstbewusster.
"Damit ich mein Sprechen besser kinetisch-kinästhetisch kontrollieren kann."
Da machte der böse Wolf auch das Rotkäppchen zu einer eigenen physischen Disposition und legt sich anschließend zum Abbau nervlicher Spannungen schlafen. Er schnarchte so laut, dass der vorbeikommende Jäger gar nicht umher kam, ein schlaffes Gaumensegel zu vermuten. Er verletzte die Privatsphäre der Großmutter und betrat ihr Haus, um dem Wolf die körperliche Belastung aus dem Bauch zu therapieren. Er war etwas verunsichert, was sich in motorischer Unruhe äußerte, aber er machte methodisch exakte Schnitte am Bauch des Wolfs und befreite die traumatisierte Großmutter und das Rotkäppchen. Um einen Placebo-Effekt herbeizuführen legte der Jäger dem Wolf viele große naturbelassene Wackersteine in den Bauch und beendete die Therapie erfolgreich. Als der Wolf erwachte, taumelte er mit unterspannter Körperhaltung zum nächsten Brunnen und fiel hinein. Das Rotkäppchen schwor sich, eine Verhaltenstherapie zu machen, um nicht mehr so impulsiv auf Reize zu reagieren. Alle Bewohner der Umgebung versammelten sich am Hause der Großmutter und gründeten eine Selbsthilfegruppe für von Wölfen geschädigte Menschen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann fühlen sie sich noch heute missverstanden.
(Von Annette Bork)
vom Beamten erzählt
Als in unserer Stadt wohnhaft ist eine Minderjährige aktenkundig, welche infolge ihrer hierorts üblichen Kopfbedeckung gewohnheitsrechtlich "Rotkäppchen" genannt zu werden pflegt.
Vor ihrer Inmarschsetzung wurde die R. seitens ihrer gesetzlichen Vertreterin über das Verbot betreffs Verlassen der Waldwege auf Kreisebene belehrt. Sie beging durch Nichtbeachtung dieses Verbots eine Ordnungswidrigkeit und stieß beim Übertreten des diesbezüglichen Blumenpflückverbots auf einen polizeilich nicht gemeldeten Wolf ohne festen Wohnsitz. Dieser verlangte in ungerechtfertigter Amtsanmaßung Einsichtnahme in den zum Transport von Konsumgütern dienenden Korb und stellte fest, daß die R. zu ihrer verwandten und verschwägerten Großmutter unterwegs war.
Da bei dem W. Verknappungen auf dem Ernährungssektor vorherrschig waren, beschloß er bei der G. unter Vorlage falscher Papiere vorstellig zu werden. Da dieselbe wegen Augenleidens krankgeschrieben war, gelang dem W. der diesbezügliche Täuschungsplan, worauf er durch Verschlingung der Bettlägrigen einen gleichwohl strafbaren Mundraub zur Ausführung brachte. Der später eintreffenden R. täuschte der W. seine Identität mit der G. vor, stellte ihr nach und durch Zweitverschlingung seinen Tötungsvorsatz unter Beweis.
Der sich auf einem Dienstgang befindliche Förster F. vernahm aus dem Wohngebäude der G. verdächtige Schnarchgeräusche und stellte deren Urheberschaft seitens des Wolfsmaules fest. Daraufhin gab er aus seiner Dienstwaffe einen Schuß auf den W. ab. Dieser wurde nach Infangnahme der Kugel ablebig. Die Beinhaltung des Getöteten weckte in F. die Vermutung, daß der Leichnam Personen beinhalte. Zwecks diesbezüglicher Feststellung öffnete er unter Zuhilfenahme eines Messers den Kadaver zur Einsichtnahme und stieß hierbei auf die noch lebende R. nebst G. Durch die unverhoffte Wiederbelebung bemächtigte sich der beiden ein gesteigertes, amtlich nicht zulässiges Lebensgefühl, das sie durch öffentliche Ruhestörung, groben Unfug und Verstoß gegen diverse Verordnugnen der Ortspolizeibehörde zum Ausdruck brachten.
Der Vorfall wurde von den Gebrüdern Grimm zu Protokoll gegeben und bekinderten Familien in Märchenform zustellig gemacht.
Als in unserer Stadt wohnhaft ist eine Minderjährige aktenkundig, welche infolge ihrer hierorts üblichen Kopfbedeckung gewohnheitsrechtlich "Rotkäppchen" genannt zu werden pflegt.
Vor ihrer Inmarschsetzung wurde die R. seitens ihrer gesetzlichen Vertreterin über das Verbot betreffs Verlassen der Waldwege auf Kreisebene belehrt. Sie beging durch Nichtbeachtung dieses Verbots eine Ordnungswidrigkeit und stieß beim Übertreten des diesbezüglichen Blumenpflückverbots auf einen polizeilich nicht gemeldeten Wolf ohne festen Wohnsitz. Dieser verlangte in ungerechtfertigter Amtsanmaßung Einsichtnahme in den zum Transport von Konsumgütern dienenden Korb und stellte fest, daß die R. zu ihrer verwandten und verschwägerten Großmutter unterwegs war.
Da bei dem W. Verknappungen auf dem Ernährungssektor vorherrschig waren, beschloß er bei der G. unter Vorlage falscher Papiere vorstellig zu werden. Da dieselbe wegen Augenleidens krankgeschrieben war, gelang dem W. der diesbezügliche Täuschungsplan, worauf er durch Verschlingung der Bettlägrigen einen gleichwohl strafbaren Mundraub zur Ausführung brachte. Der später eintreffenden R. täuschte der W. seine Identität mit der G. vor, stellte ihr nach und durch Zweitverschlingung seinen Tötungsvorsatz unter Beweis.
Der sich auf einem Dienstgang befindliche Förster F. vernahm aus dem Wohngebäude der G. verdächtige Schnarchgeräusche und stellte deren Urheberschaft seitens des Wolfsmaules fest. Daraufhin gab er aus seiner Dienstwaffe einen Schuß auf den W. ab. Dieser wurde nach Infangnahme der Kugel ablebig. Die Beinhaltung des Getöteten weckte in F. die Vermutung, daß der Leichnam Personen beinhalte. Zwecks diesbezüglicher Feststellung öffnete er unter Zuhilfenahme eines Messers den Kadaver zur Einsichtnahme und stieß hierbei auf die noch lebende R. nebst G. Durch die unverhoffte Wiederbelebung bemächtigte sich der beiden ein gesteigertes, amtlich nicht zulässiges Lebensgefühl, das sie durch öffentliche Ruhestörung, groben Unfug und Verstoß gegen diverse Verordnugnen der Ortspolizeibehörde zum Ausdruck brachten.
Der Vorfall wurde von den Gebrüdern Grimm zu Protokoll gegeben und bekinderten Familien in Märchenform zustellig gemacht.
vom Chemiker erzählt
Für das aus der Reaktion eines unbekannten Chemikers mit seinem weiblichen Reaktionspartner, der im folgenden kurz mit dem Trivialnamen Mutter bezeichnet wird, hervorgegangene Produkt hat sich in der internationalen Nomenklatur der Name 'Rotkäppchen' allmählich durchgesetzt, da das seinen Kopf bedeckende Kunstfasergewebe mit dem roten Phenazinfarbstoff Safranin gefärbt war. Aus einer Veröffentlichung in Carnevalistica Chimica Acta 11,11 entnahm die Mutter, dass der weibliche Reaktionspartner der Reaktion, bei der sie ihrerseits gebildet worden war - im folgenden mit Großmutter bezeichnet - einem Angriff von Stoffwechselprodukten von Bakterien ausgesetzt war.
Die Großmutter reagierte exotherm, was an einer negativen Reaktionswärme zu erkennen war, die von ihrer Oberfläche an die sie umgebende Gasphase abgegeben wurde. Zur Erhöhung ihrer Aktivierungsenergie hatte sich die Großmutter auf einem sonst zu Recreationszwecken des menschlichen Körpers dienenden Gestell ausgebreitet. Die Mutter entnahm ihrer Chemikaliensammlung einige Flaschen mit Reagenzien, die geeignet waren, die schädlichen bakteriellen Stoffwechselprodukte nebst ihren Präparatoren aus der Großmutterlauge auszufällen. Die Reagenzien verpackte sie bruchsicher in einem mit Holzwolle ausgekleidetem Traggestell und beauftragte Rotkäppchen, dieses zur Großmutter zu befördern, es ermahnend, nicht das durch silikatische Gesteinsstücke befestigte Wegesystem zu verlassen.
Durch Anthocyaninfarbstoffe enthaltende Blütenblätter ließ es sich doch in die Cellulose-Lignin-Chlorophylll-Vorräte links und rechts der Wege locken. Dort begegnete es einem entlaufenen Versuchstier des physiologisch-chemischen Institutes namens Wolf. Dieses prüfte eingehend die Reagenzien und erkundigte sich nach ihrem Verwendungszweck. Der Wolf, der nach einer Substanz suchte, um in seiner Verdauungsapparatur einen neuen Ansatz fahren zu können, kam auf den Gedanken, dazu Großmutterfleisch als geeignetes Substrat zu verwenden. Er legte rasch den Weg zur Großmutter zurück. Da das Tier annahm, dass Großmutterfleisch leicht oxydierbar sei, legte es auf schnelles Arbeiten wert und verwendete nicht wie bei früheren Reaktionsansätzen die von ihm entwickelte Fleischzerkleinerungsapparatur, die nach ihrem Erfinder auch Fleischwolf genannt wird, sondern zwängte die Großmutter in einem Stück in seinen Weithalskolben. Da sich der angreifenden Säure jetzt nur eine geringe Oberfläche bot, war die Reaktionsgeschwindigkeit natürlich sehr niedrig, und der Wolf legte sich auf ein von vier Stativen gehaltenes Liegegestell. Um Wärmeverluste an die Umgebung zu vermeiden, isolierte er sich mit Kleidung und Federbett der Großmutter.
Das Rotkäppchen, das bald eintraf, identifizierte den Wolf infolge zu oberflächlicher Analysemethoden als Großmutter. Es begann vorsichtig, den aliquoten Teil einer mitgeführten Reagenzlösung in den vermeintlichen Großmutterhals einzupipettieren. Der Wolf, der wegen der Reaktionshemmung in seinem Magen dringend einen Katalysator benötigte, glaubte diesen unter den Reagenzien zu erkennen und füllte sie alle in sich hinein, einschließlich Rotkäppchen und der ganzen Flasche Barbitursäurederivat, das der Großmutter eigentlich als Schlafmittel hätte dienen sollen. Zur Erklärung dieses experimentellen Fehlers sei bemerkt, dass er mit sauberem präparativen Arbeiten nicht vertraut war. Die danach zu erwartende Wirkung trat schnell ein.
Der aufsichtsführende Chemiker, der vom Institut über das Entlaufen des Versuchstiers informiert worden war, fand den Wolf in diesem Zustand vor. Durch starkes Stoßen in der Bauchapparatur wurde er auf eine vorschriftswidrige Beschickung aufmerksam. Er öffnete die Apparatur und konnte Großmutter und Rotkäppchen ziemlich intakt entnehmen. Sie waren kaum angeätzt.
Den Wolf, dessen Außenwände durch das starke Stoßen schon Sprünge aufwiesen, zertrümmerte er vollständig und warf ihn auf den Abfallplatz. Die beiden isolierten Substanzen wurden durch die plötzliche Lichteinstrahlung in einen angeregten Zustand versetzt. Die überschüssige Energie wurde in Form von Translations-, Rotations- und Oszillationsbewegungen abgegeben. Der Vorfall wurde in einer Zuschrift an die Herausgeber von Grimms Annalen der Chemie veröffentlicht.
Für das aus der Reaktion eines unbekannten Chemikers mit seinem weiblichen Reaktionspartner, der im folgenden kurz mit dem Trivialnamen Mutter bezeichnet wird, hervorgegangene Produkt hat sich in der internationalen Nomenklatur der Name 'Rotkäppchen' allmählich durchgesetzt, da das seinen Kopf bedeckende Kunstfasergewebe mit dem roten Phenazinfarbstoff Safranin gefärbt war. Aus einer Veröffentlichung in Carnevalistica Chimica Acta 11,11 entnahm die Mutter, dass der weibliche Reaktionspartner der Reaktion, bei der sie ihrerseits gebildet worden war - im folgenden mit Großmutter bezeichnet - einem Angriff von Stoffwechselprodukten von Bakterien ausgesetzt war.
Die Großmutter reagierte exotherm, was an einer negativen Reaktionswärme zu erkennen war, die von ihrer Oberfläche an die sie umgebende Gasphase abgegeben wurde. Zur Erhöhung ihrer Aktivierungsenergie hatte sich die Großmutter auf einem sonst zu Recreationszwecken des menschlichen Körpers dienenden Gestell ausgebreitet. Die Mutter entnahm ihrer Chemikaliensammlung einige Flaschen mit Reagenzien, die geeignet waren, die schädlichen bakteriellen Stoffwechselprodukte nebst ihren Präparatoren aus der Großmutterlauge auszufällen. Die Reagenzien verpackte sie bruchsicher in einem mit Holzwolle ausgekleidetem Traggestell und beauftragte Rotkäppchen, dieses zur Großmutter zu befördern, es ermahnend, nicht das durch silikatische Gesteinsstücke befestigte Wegesystem zu verlassen.
Durch Anthocyaninfarbstoffe enthaltende Blütenblätter ließ es sich doch in die Cellulose-Lignin-Chlorophylll-Vorräte links und rechts der Wege locken. Dort begegnete es einem entlaufenen Versuchstier des physiologisch-chemischen Institutes namens Wolf. Dieses prüfte eingehend die Reagenzien und erkundigte sich nach ihrem Verwendungszweck. Der Wolf, der nach einer Substanz suchte, um in seiner Verdauungsapparatur einen neuen Ansatz fahren zu können, kam auf den Gedanken, dazu Großmutterfleisch als geeignetes Substrat zu verwenden. Er legte rasch den Weg zur Großmutter zurück. Da das Tier annahm, dass Großmutterfleisch leicht oxydierbar sei, legte es auf schnelles Arbeiten wert und verwendete nicht wie bei früheren Reaktionsansätzen die von ihm entwickelte Fleischzerkleinerungsapparatur, die nach ihrem Erfinder auch Fleischwolf genannt wird, sondern zwängte die Großmutter in einem Stück in seinen Weithalskolben. Da sich der angreifenden Säure jetzt nur eine geringe Oberfläche bot, war die Reaktionsgeschwindigkeit natürlich sehr niedrig, und der Wolf legte sich auf ein von vier Stativen gehaltenes Liegegestell. Um Wärmeverluste an die Umgebung zu vermeiden, isolierte er sich mit Kleidung und Federbett der Großmutter.
Das Rotkäppchen, das bald eintraf, identifizierte den Wolf infolge zu oberflächlicher Analysemethoden als Großmutter. Es begann vorsichtig, den aliquoten Teil einer mitgeführten Reagenzlösung in den vermeintlichen Großmutterhals einzupipettieren. Der Wolf, der wegen der Reaktionshemmung in seinem Magen dringend einen Katalysator benötigte, glaubte diesen unter den Reagenzien zu erkennen und füllte sie alle in sich hinein, einschließlich Rotkäppchen und der ganzen Flasche Barbitursäurederivat, das der Großmutter eigentlich als Schlafmittel hätte dienen sollen. Zur Erklärung dieses experimentellen Fehlers sei bemerkt, dass er mit sauberem präparativen Arbeiten nicht vertraut war. Die danach zu erwartende Wirkung trat schnell ein.
Der aufsichtsführende Chemiker, der vom Institut über das Entlaufen des Versuchstiers informiert worden war, fand den Wolf in diesem Zustand vor. Durch starkes Stoßen in der Bauchapparatur wurde er auf eine vorschriftswidrige Beschickung aufmerksam. Er öffnete die Apparatur und konnte Großmutter und Rotkäppchen ziemlich intakt entnehmen. Sie waren kaum angeätzt.
Den Wolf, dessen Außenwände durch das starke Stoßen schon Sprünge aufwiesen, zertrümmerte er vollständig und warf ihn auf den Abfallplatz. Die beiden isolierten Substanzen wurden durch die plötzliche Lichteinstrahlung in einen angeregten Zustand versetzt. Die überschüssige Energie wurde in Form von Translations-, Rotations- und Oszillationsbewegungen abgegeben. Der Vorfall wurde in einer Zuschrift an die Herausgeber von Grimms Annalen der Chemie veröffentlicht.
