Brief an Umweltministerin

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Moderator: lishka

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Brief an Umweltministerin

Beitrag von admin »

Das Weihnachtsgeschenk

Brief an Umweltministerin (damals noch Frau Merkel)

Sehr geehrte Frau Doktor Merkel,

früher als ich ein Kind war, da hab ich so eine kleine Dampfmaschine gehabt. Die hat mir mein Opa zu Weihnachten geschenkt. Und da musste man Wasser reintun und dann hat man mit Esbit-Kohle eingeheizt. Und das hat dann ein Dampf gegeben und die Maschine lief. Und das war ganz toll und lehrreich, weil ich schon als Kind gewusst hab, wie das so funktioniert mit der Dampfeskraft.

Als ich dann älter geworden bin, hat meine Mutter gefragt, was ich werden will. Ich wollte immer Erfinder oder Pfarrer werden. Aber meine Mutter hat mich nicht gelassen und gesagt, ich soll was Ordentliches werden. So bin ich Maschinenschlosser geworden. Aber nebenbei habe ich mich selber zum Erfinder ausgebildet, quasi autoditaktisch.

Zwischenzeitig hab ich schon einen ganzen Haufen erfunden. Ich möcht Ihnen das hier nicht aufzählen, weil ich das geheim halten muss, wegen dem Plagiat und so.
Jedenfalls bin ich inzwischen selber Vater. Mein Bub ist jetzt ungefähr 6 einhalb. So genau weiß ich das nicht, aber meine Frau weiß das ganz genau, weil die hat den Bengel ja schließlich auf die Welt gebracht. Das war vielleicht ein Theater damals. Fast acht Stunden hat die Geburt gedauert. Das Kind hat fast 8 Pfund gewogen und war ziemlich lang. Zudem hat sich die Nabelschnur um seinen Hals gewickelt gehabt, dass der Kopf ganz blau angelaufen war. Aber wie dann die Nabelschnur weg war, hat sich das Kind normal entwickelt. Und jetzt ist er 6 einhalb ungefähr und nicht mehr blau angelaufen. Da bin ich schon froh deswegen.

Ich hab meinen Bub erzählt, dass ich als Bub eine Dampfmaschine gehabt hab, die mit Dampfeskraft gelaufen ist. Daraufhin wollt er natürlich auch so eine haben. Und da hab ich mir gedenkt, ich kauf ihm keine Dampfmaschine nicht, sondern bastle ihm einen kleinen Atomreaktor, weil eine Dampfmaschine heutzutage ja eigentlich ein alter Hut ist.

An Weihnachten hab ich den Atomreaktor fertig gehabt, obwohl ich ihn schon an Ostern hab fertig machen wollen. Das war eh ein mords Geplärr an Ostern, weil der Atomreaktor noch nicht fertig war. Jedensfalls hab ich ihn an Weihnachten fertig gemacht. Und seit dem steht er da und der Bub plärrt, weil der Reaktor nicht läuft. Schon oft habe ich meinen Sohn erklärt, dass der nicht laufen kann, weil der Papa kein Plutonium hat.
Dann kauf halt eins, hat mein Sohn gesagt. Der blöde Bub begreift nicht, dass man ein Plutonium nicht einfach so kaufen kann wie ein Aufschnitt im Metzgerladen. Aber jeden Tag habe ich nun das Geschrei wegen dem Atomreaktor und dem Plutonium.
Zwischenzeitlich bin ich schon total mit den Nerven herunter.
Deswegen wollt ich einmal bei Ihnen anfragen, ob es nicht vielleicht möglich wäre, von Ihnen eine Erlaubnis zu kriegen, dass ich vielleicht so ungefähr 250 Gramm Plutonium haben könnt, damit ich endlich diesen blöden Reaktor zum laufen krieg, damit mein Bub mit dem Geplärr aufhört. Vielleicht könnten Sie mir ein Atomkraftwerk nennen, wo ich so was kriegen könnte. Abholen könnten wir das selber, weil mein Nachbar ein Auto hat. Der tät mich dann schon hinfahren. Das Atomkraftwerk in Grundremmingen wäre mir am liebsten, weil das am nächsten ist. Wenn das mit der Erlaubnis nicht gehen sollte, vielleicht können Sie mir irgendwas anderes empfehlen. Wahrscheinlich tätst ein Uran auch.

Ich danke führ Ihre Mühe im Voraus vielmals und verbleibe untertänigst

[Signatur]
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Nachtrag:

Da mir Frau Merkel nicht geantwortet hat, habe ich mich in meiner Verzweiflung an die russische Mafia gewandt. Nun habe ich mein Plutonium - der Reaktor läuft, und der Bub strahlt...
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