schweiz wohin?
Moderator: Moderatoren
Irgendwie gleitet das Thema ab - unser Justiz- und Strafvollzugssystem mag auch nicht über alle Mängel erhaben sein, doch finde ich es allemal besser als die Verhältnisse in anderen Staaten. Die USA sind nur ein, wenn auch ziemlich krasses Beispiel für ein sogenanntes "zivilsiertes" Land.
Und ich bin nicht der Ansicht, dass bei der Art und Weise, wie mit Straftätern verfahren, hauptsächlich die Kostenfrage diskutiert werden sollte. Also die Lösung zu wählen, die für die Gesellschaft "billiger" oder vorteilhafter ist.
Ganz abgesehen davon, in den USA wurden und werden viele Gefängnisse privatisiert und die Betreiber machen ganz nette Gewinne mit dem, was die Strafgefangenen produzieren bzw. erarbeiten.
Ich bin diesbezüglich sehr skeptisch und frage mich, ob da nicht neue Missstände geschaffen werden, dh dass man Strafgefangene als billige Arbeitskräfte ausbeutet und die Firmen so gegenüber anderen, die ihre Arbeiter normal bezahlen müssen, wirtschaftliche Vorteile haben. Und ob dann nicht irgendwo ein Zugzwang entsteht, dass heisst, es werden mehr Leute verurteilt, damit sie in den Gefängnissen was Produktives leisten und damit die Gefängnisindustrie mit genügend Arbeitskräften versorgt wird (und all den Arbeitslosen könnte man ja raten, sie sollen eine Straftat begehen, um wenigstens im Knast eine Arbeit zu erhalten). Lest mal dazu den folgenden Artikel http://kiralina.so36.net/knast/p-i-c/011.html
Ob Repression und harte Strafen wirklich die gewünschte Abschreckungswirkung haben, ist ziemlich umstritten.
Ich denke, die Gefahr besteht, dass die Gesellschaft und die Welt auf diese Weise noch gewaltätiger und härter wird, noch mehr verroht und kein bisschen humaner wird...
In Sachen Bestrafung scheinen alle immer genau zu wissen, was man besser machen sollte, doch was ist mit der Resozialisierung der Täter?
Und unter den Straftätern gibt es beileibe nicht nur Unbelehrbare und Unverbesserliche, Untherapierbare und solche, die keine Reue zeigen...
Und zur Todesstrafe: Ich finde es ein Armutszeugnis, ein Versagen der Gesellschaft, wenn man Straftäter am liebsten mit Knopfdruck "aus dem Augen, aus dem Sinn" schaffen möchte.
Hier die Argumente der Initiative gegen die Todesstrafe... http://www.initiative-gegen-die-todesst ... mente1.htm
In den USA sind übrigens die Kosten für Hinrichtungsfälle sogar weit höher als die für eine lebenslange Haft... und zwar wegen aufwändiger Berufungsverfahren.
Und in einem Rechtsstaat, der diesen Namen verdient, kann man solche Verfahren nicht einfach streichen oder abkürzen.
Und da gibt es noch die Menschenrechte, die für alle Menschen gelten sollten.
Und ich bin nicht der Ansicht, dass bei der Art und Weise, wie mit Straftätern verfahren, hauptsächlich die Kostenfrage diskutiert werden sollte. Also die Lösung zu wählen, die für die Gesellschaft "billiger" oder vorteilhafter ist.
Ganz abgesehen davon, in den USA wurden und werden viele Gefängnisse privatisiert und die Betreiber machen ganz nette Gewinne mit dem, was die Strafgefangenen produzieren bzw. erarbeiten.
Ich bin diesbezüglich sehr skeptisch und frage mich, ob da nicht neue Missstände geschaffen werden, dh dass man Strafgefangene als billige Arbeitskräfte ausbeutet und die Firmen so gegenüber anderen, die ihre Arbeiter normal bezahlen müssen, wirtschaftliche Vorteile haben. Und ob dann nicht irgendwo ein Zugzwang entsteht, dass heisst, es werden mehr Leute verurteilt, damit sie in den Gefängnissen was Produktives leisten und damit die Gefängnisindustrie mit genügend Arbeitskräften versorgt wird (und all den Arbeitslosen könnte man ja raten, sie sollen eine Straftat begehen, um wenigstens im Knast eine Arbeit zu erhalten). Lest mal dazu den folgenden Artikel http://kiralina.so36.net/knast/p-i-c/011.html
Ob Repression und harte Strafen wirklich die gewünschte Abschreckungswirkung haben, ist ziemlich umstritten.
Ich denke, die Gefahr besteht, dass die Gesellschaft und die Welt auf diese Weise noch gewaltätiger und härter wird, noch mehr verroht und kein bisschen humaner wird...
In Sachen Bestrafung scheinen alle immer genau zu wissen, was man besser machen sollte, doch was ist mit der Resozialisierung der Täter?
Und unter den Straftätern gibt es beileibe nicht nur Unbelehrbare und Unverbesserliche, Untherapierbare und solche, die keine Reue zeigen...
Und zur Todesstrafe: Ich finde es ein Armutszeugnis, ein Versagen der Gesellschaft, wenn man Straftäter am liebsten mit Knopfdruck "aus dem Augen, aus dem Sinn" schaffen möchte.
Hier die Argumente der Initiative gegen die Todesstrafe... http://www.initiative-gegen-die-todesst ... mente1.htm
In den USA sind übrigens die Kosten für Hinrichtungsfälle sogar weit höher als die für eine lebenslange Haft... und zwar wegen aufwändiger Berufungsverfahren.
Und in einem Rechtsstaat, der diesen Namen verdient, kann man solche Verfahren nicht einfach streichen oder abkürzen.
Und da gibt es noch die Menschenrechte, die für alle Menschen gelten sollten.
Zuletzt geändert von lessa am 12.12.2004, 11:26, insgesamt 1-mal geändert.
das hatte ich auch schon gehört - aber war mir nicht mehr sicher darum hatte ich es nicht erwähnt. kann ich mir gut vorstellen das eine hinrichtung sehr teuer werden kann. ausserdem finde ich es brutal - egal was der täter getan hat!lessa hat geschrieben:In den USA sind übrigens die Kosten für Hinrichtungsfälle sogar weit höher als die für eine lebenslange Haft... und zwar wegen aufwändiger Berufungsverfahren.
finde ich übrigens krass dass gefängnisse in der usa privatisiert werden! das hab ich nicht gewusst!!!
zur ausschaffung aller krimineller: dir wirklich hartgesottenen kriminellen bestraft man damit nicht - die haben ihn ihren ländern die richtigen personen bezahlt und kommen schneller in die schweiz zurück als wir bis zehn zählen können - hats auch schon gegeben.
und die armen teufel die sich ein kleineres delikt zu schulden lassen kommen, diejenigen die es sowieso nicht einfach und wohl schon viel schlimmes hintersich haben - die richtet man somit zugrunde. ist das denn gerecht?
es ist sicher kein einfaches thema und es muss jeder fall einzeln angeschaut werden.
ich bleibe bei meiner meinung.rhiannon hat geschrieben:@lessa: danke für die interessanten artikel
ist wirklich lesenswert!!! vorallem für rammstein und thimmy
genau das ist der unterschied zu den restlichen ländern. dort wird jeder S****** vor einen anwalt gezogen. selbst wenn einem ein kellner 1$ zu wenig rausgibt nach dem bezahlen.In den USA sind übrigens die Kosten für Hinrichtungsfälle sogar weit höher als die für eine lebenslange Haft... und zwar wegen aufwändiger Berufungsverfahren.
solche leute sind keine menschen das sind "tiere". deshalb müssen da andere regeln gelten. gewalt (im schlimmsten fall mord) darf in keinster weise toleriert werden. wie schon öfters geschrieben. unsere gefängnisse sind zu lasch. punkt.Und da gibt es noch die Menschenrechte, die für alle Menschen gelten sollten.
sanus per aquam 
Tiere
rammstein:o nein die Tiere würde ich jetzt nicht mit einbeziehen. Sind schon Menschen. aber eben gewissenlose
Menschen.
was mich nicht umbringt macht mich stark.
glücklich ist wer vergisst, was nicht mehr zu aendern ist.
glücklich ist wer vergisst, was nicht mehr zu aendern ist.
noch etwas anderes zum thema "schweiz wohin"
Sechs junge Mädels als Räuberinnen
Im Zürcher Hauptbahnhof sind am Montagabend sechs Mädchen verhaftet worden. Sie hatten eine 17-Jährige überfallen und ihr das Natel gestohlen - angeblich aus Langeweile.
Das Opfer erlitt leichte Prellungen.
Die Bande verfolgte gegen 19.30 Uhr eine 17-jährige Frau durch die Querhalle des Hauptbahnhofs, wie die Zürcher Kantonspolizei am Dienstag mitteilte. Das Opfer wurde zuerst verbal provoziert, dann tätlich angegangen. Die Täterinnen prügelten auf die Frau ein und stahlen ihr das Natel.
Die Räuberinnen konnten kurz darauf verhaftet werden, nachdem ein Passant den Vorfall der Polizei gemeldet hatte. Bei den Festgenommenen handelt es sich um Mädchen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren aus Serbien/Montenegro, Mazedonien und der Schweiz. Als Tatgrund nannten sie Langweile.
Ermittlungen ergaben, dass das jüngste Bandenmitglied zusammen mit ihrer um ein Jahr älteren Kollegin wegen eines versuchten Raubüberfalls Anfang September in der S12 verhaftet worden war. Der Jugenddienst der Kantonspolizei klärt nun ab, ob die jungen Frauen noch für weitere Straftaten in Frage kommen.
es scheint als ob die presse die jeweilige nationalität der täterinnen nicht mehr schrieben darf (gilt auch für die letzten autounfälle)
wohin führt der weg der jugendlichen noch? meistens sind es ja keine einheimischen.
Sechs junge Mädels als Räuberinnen
Im Zürcher Hauptbahnhof sind am Montagabend sechs Mädchen verhaftet worden. Sie hatten eine 17-Jährige überfallen und ihr das Natel gestohlen - angeblich aus Langeweile.
Das Opfer erlitt leichte Prellungen.
Die Bande verfolgte gegen 19.30 Uhr eine 17-jährige Frau durch die Querhalle des Hauptbahnhofs, wie die Zürcher Kantonspolizei am Dienstag mitteilte. Das Opfer wurde zuerst verbal provoziert, dann tätlich angegangen. Die Täterinnen prügelten auf die Frau ein und stahlen ihr das Natel.
Die Räuberinnen konnten kurz darauf verhaftet werden, nachdem ein Passant den Vorfall der Polizei gemeldet hatte. Bei den Festgenommenen handelt es sich um Mädchen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren aus Serbien/Montenegro, Mazedonien und der Schweiz. Als Tatgrund nannten sie Langweile.
Ermittlungen ergaben, dass das jüngste Bandenmitglied zusammen mit ihrer um ein Jahr älteren Kollegin wegen eines versuchten Raubüberfalls Anfang September in der S12 verhaftet worden war. Der Jugenddienst der Kantonspolizei klärt nun ab, ob die jungen Frauen noch für weitere Straftaten in Frage kommen.
es scheint als ob die presse die jeweilige nationalität der täterinnen nicht mehr schrieben darf (gilt auch für die letzten autounfälle)
wohin führt der weg der jugendlichen noch? meistens sind es ja keine einheimischen.
sanus per aquam 
fino del mondo
ja wir reisen immer mehr dem Weltuntergang entgegen, Hans was Heiri.

was mich nicht umbringt macht mich stark.
glücklich ist wer vergisst, was nicht mehr zu aendern ist.
glücklich ist wer vergisst, was nicht mehr zu aendern ist.



