Pinguine in der Antarktis sind bekannt dafür, ihre Exkremente mit grossem Druck in die eisigen Gefilde zu schleudern, um ihre Federn sowie das Nest nicht zu beschmutzen.
Mit vollem Ernst haben sich jetzt zwei deutsche Wissenschafter daran gemacht, die Druckverhältnisse zu ermitteln, die herrschen, wenn Pinguine koten. Und durften diese Erkenntnisse auch noch im renommierten Fachjournal «New Scientist» publizieren.
In diesem Fachartikel kam der geneigte Leser nun lesen, dass die Schnabeltiere ihren Kot mit einem Druck von bis zu 60 Kilopascal ins ewige Eis böllern. «Das ist vier Mal so viel wie die Spitzenwerte beim Menschen.» Wie sie diese erforscht haben, wollen wir lieber mal gar nicht wissen.
Bei den Pinguinen jedenfalls sind sie subtil vorgegangen und haben die Tiere bei ihrem Stuhlgang nicht gestört. Druck, Flugbahn und Konsistenz errechneten die Forscher aufgrund von Fotos.
Mit diesen neuen Erkenntnissen sind die beiden Topfavoriten für den «lg Nobelpreis». Diese Auszeichnung wird jährlich für die exzentrischste Forschung vergeben.
Im vergangenen Jahr ging er an einen Japaner, der eine von Tauben gemieden Bronzestatue chemisch analysierte. Zuvor erhielten britische Mediziner den Preis, weil sie herausfanden, dass Taxifahrer grössere Hirne haben als ihre Mitbürger.


