Ich habe da etwas, mit dem alles einfacher werden kann ...

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Ibo Caj
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Ich habe da etwas, mit dem alles einfacher werden kann ...

Beitrag von Ibo Caj »

Da ich selbst erstaunliche Erfahrungen damit gemacht habe, kann ich es auch guten Gewissens weiterempfehlen.

Offengestanden halte ich meinen Tipp für genial, weil er die Strukturen menschlich-unmenschlichen Verhaltens auf ein einfaches Bild reduziert, das jederzeit erinnert und benutzt werden kann.

Das ist wichtig, weil die meisten von uns Verhaltensgewohnheiten folgen, deren Änderung richtig viel Anstrengung erfordert. Dafür fehlt meist die Zeit, bzw. der Alltag überrollt uns, sodaß wirkliche Änderungen sehr lange brauchen, bis sie sich durchgesetzt haben.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es geht um den Informationsaustausch zwischen Menschen, die miteinander durch Vertrag oder durch Zufall miteinander verbunden sind, um zusammen irgendetwas zu erreichen. Dieser Informationaustausch ist wichtig, weil ohne ihn nichts gelingen kann oder nur zufällig so, daß alle zufrieden sein können. Daß wir ständig mit anderen Menschen verbunden sind, Partnerschaften haben, wird einem erst bewußt, wenn man das mal näher untersucht.

Dieses Bild, das ich hier vemitteln möchte als Tipp zum Vereinfachen unseres Lebens, ist nichts anderes als eine gewöhnliche Wippschaukel, wie sie Kinder gern besteigen, um miteinander zu wippen. Haben beide etwa das gleiche Gewicht und stimmen die Abstände zur Schaukelachse, können beide ziemlich lang mit relativ wenig Kraftaufwand miteinander schaukeln und Spaß haben.

Genau so kann man sich alles vorstellen, was abgeht unter Menschen beim Erreichen irgendwelcher Ziele, denn hinter allen nur denkbaren Etappenzielen steht das allen gemeinsame Ziel, positive Gefühle zu haben. Ist ein Partner zu gewichtig oder sind die Abstände zur Achse zu ungleich, muß sich ein Partner zu sehr anstrengen und verliert schnell die Lust am Schaukeln.

Interessant ist nun, daß wir bei allen Aktivitäten immer Partner haben, und daß bei Problemen nur der ungerechte Ausgleich des Gebens und Nehmens in der entsprechenden Partnerschaft zu beklagen ist. Die Tricks dabei können uns so verwirren und ablenken, daß wir das oft erst zu spät begreifen. Meist haben sich schon Schieflagen eingestellt, die dann nur noch mithilfe mächtiger Partner zu korrigieren sind, die wir beispielsweise in der Justiz finden.

Mein Tipp ist nun, Partner möglichst frühzeitig über bemerkbare Leistungsdefizite zu informieren. Je früher das stattfindet, desto weniger sind damit Vorwürfe verbunden, die kein Partner gerne hören will. In der Regel geschehen nämlich Minderleistungen nicht absichtlich. Meist nehmen wir auch zu große Anstrengungen unserer Partner nicht wahr. Hier laufen in unserem Hirn Vorgänge ab, die wir nur kontrollieren können, wenn wir uns bewußt mit ihnen beschäftigen. Daran fehlt es leider oft gewaltig, weil wir nichts davon wissen.

Alle Bemühungen, um mit Partner gut zurecht zu kommen, lassen sich nur über eine verständnisvolle Kommunikation bewerkstelligen. Für die sollte man wissen, daß wir ein sehr großes Kommunikationshandicap haben, das uns ständig enorm behindert: Wir gehen grundsätzlich davon aus, daß unsere Partner viel mehr wissen als sie wissen, weil wir in unserer "Denkbeule" gefangen sind. Könnten wir unsere Festplatten im Kopf mit den Festplatten unserer Partner vernetzen, bliebe uns viel Verständigungsaufwand erpsart und es gäbe deutlich weniger Mißverständnisse. Die werdenletztlich nur möglich, wenn wir uns zu wenig in die Lage anderer versetzen und sie zu wenig über unsere Erwartungen und Bemühungen informieren.

So. Das Wichtigste habe ich nun gesagt. Ich weiß, daß sich mein Tipp recht banal anhört und daß viele auch schon damit arbeiten. Effizient wird mein Tipp aber, sobald ein ernstes Problem auftaucht, beim dem uns die damit verbundenen Belastungen so emotionalisieren, daß wir nicht merken, wie schnell wir verschaukelt werden oder wie leicht es passiert, daß wir unsere Partner verschaukeln ...

Mit dem Wippschaukelbild im Kopf kann man anfangen, sogar schwierigste Konflikte zu klären und Eskalationen zu verhindern. Je öfter man mit diesem Bild arbeitet, desto öfter klappt der zufriedenstellende Ausgleich des Gebens und Nehmens, dessen Wirkungen sich genauso gerne verbreiten wie das Gegenteil davon.

Ich hoffe, ich konnte mich klar genug ausdrücken und habe meine Partner, die durch Anklicken meines Threads zu mir auf die Schaukel geklettert sind, um was von mir zu erfahren, nicht ermüdet. :roll:
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Beitrag von rhiannon »

wie wahr! :danke:
Ibo Caj
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Beitrag von Ibo Caj »

Jetzt müßten nur noch recht viele daran denken, vor allem, wenn sie von mächtig kompetenten Schaukelpartnern so sehr beeindruckt sind, daß sie ihnen gestatten, sie mithilfe weiterer mächtiger Kompetenzen zu verschaukeln. Auf diese Weise reihen sich gerne die berüchtigten Kettenglieder aneinander, an deren Ende man dann einen findet, der sich am liebsten daran aufhängen würde, weil mal wieder die berühmte Verkettung unglücklicher Umstände zugeschlagen hat ...
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Beitrag von Ibo Caj »

Ich denke, daß die Konfrontation mit neuen, essentiellem Wissen, das einen dazu zwingen könnte, sein gewohntes Verhalten zu ändern, eine Art "reaktiven Selbstschutzwall" aufbauen läßt, der eine weitere Beschäftigung mit diesem Wissen verhindert.

Das könnte die Ursache dafür sein, daß es gute Ideen mitunter sehr schwer haben, sich durchzusetzen.

Was kann man dagegen tun?

Ein Schockereignis auslösen, das die "Blitzmaurer" daran hindert, ihren Zement anzurühren ...?
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Beitrag von lessa »

Ich denke, es braucht nicht unbedingt "Schockereignisse"... es reichen auch schon mal Lebenskrisen, die einen aus der gewohnten Bahn werfen und zu einem Kurswechsel zwingen.
Insofern können "Schicksalsschläge" manchmal recht heilsam sein.
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Beitrag von rhiannon »

man sollte immer aus allem das gute herausfiltern
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Beitrag von Ibo Caj »

Na ja. lessa, Lebenskrisen will ich nicht unbedingt auslösen, um Leuten das Wissen beizubringen, mit dem ich mir aus einer heraushelfen konnte, die viele nicht überlebt haben.

Und immer nur das Gute aus allem herausfiltern, rhiannon, könnte Leute, die nichts Gutes machen, dazu bringen, immer mehr Schlechtes reinzugießen ... Viele tun das ja nicht absichtlich. Sie könnten das aber absichtlich verhindern ... :D
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Beitrag von lessa »

Ich meine ja nicht, dass du die Lebenskrisen auslösen sollst; die kommen schon von selber, meistens jedenfalls. Sozusagen schicksalhaft. Wobei ich meine, es kommt eben doch sehr darauf an, welche Einstellung man generell zum Leben hat. Ist es eine generell positive, kann man auch schlechten Zeiten oder etwa Krankheiten etwas Gutes abgewinnen. Schliesslich bringen diese auch häufig einen "Entwicklungsschub", allerdings manchmal können sie auch tödlich enden. Womöglich gehts einfach darum, eine gewisse Gelassenheit zu entwickeln. Sogar gegenüber dem eigenen Tod. Schliesslich wissen wir ja eigentlich alle, dass dieser unausweichlich ist. Das zu leugnen bring nichts. Ich denke eher, man sollte versuchen, eben gerade im Bewusstsein, dass es Krisen und dass es den Tod gibt, sein Leben zu leben... und das möglichst bewusst und gut.
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Beitrag von Ibo Caj »

lessa hat geschrieben:Ich denke eher, man sollte versuchen, eben gerade im Bewusstsein, dass es Krisen und dass es den Tod gibt, sein Leben zu leben... und das möglichst bewusst und gut.
Genau darum geht es. Und wie man das macht, ist eine Kunst, die viele nicht beherrschen, weil sie weder das Ziel aller kennen, noch das Vehikel dorthin. Das ist trauriger Fakt einer Gesellschaft, die Ende des letzten Jahrtausends so schlau geworden ist, daß sie sehr viel mit diesen beiden Erkenntnissen anfangen könnte.

Da sie die Wissensexplosion quasi überrumpelt hat, hat sie davon noch nichts wahrgenommen. Sie schützt sich durch Ignoranz ... vor einer Entschlechterung der Welt.
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Beitrag von lessa »

Ich denke nicht, dass die "Wissensexplosion" viel mit Lebenskunst zu tun hat... Auch wenn die Menschen noch so viel Wissen (vor allem das wissenschaftliche...) ansammeln, bedeutet das nicht automatisch, dass sie auch die nötige Weisheit erwerben, um mit diesem Wissen vernünftig umzugehen und es im praktischen Leben sinnvoll einzusetzen. Aber sich ein Leben lang darum zu bemühen, dies zu erreichen, gehört ja schliesslich grad zum Leben. Denn Leben heisst auch und vor allem Lernen (zu leben usw.).
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