Ich hoffe, das Thema passt hier irgendwie rein, auch wenn es nicht direkt zur Technik oder Renovierung gehört. Aber irgendwie dreht sich bei mir in letzter Zeit so viel um dieses eine kleine, aber hartnäckige Alltagsproblem, dass ich einfach mal fragen wollte, ob es anderen auch so geht.
Also, es geht um Licht. Klingt erstmal banal, ich weiß. Aber ich hab in den letzten Wochen richtig gemerkt, wie sehr es mich nervt, dass meine Wohnung – vor allem abends – nie wirklich gemütlich oder hell wirkt. Und ich rede nicht von so Kerzenromantik oder so, sondern von ganz normalem Licht zum Lesen, Kochen, Sachen aufräumen. Ich hab echt schon einiges ausprobiert, neue Glühbirnen hier, andere Lampenschirme da. Sogar mal so eine Reflektorbirne ins Wohnzimmer geschraubt, weil ich dachte, die wirft das Licht vielleicht besser, aber irgendwie hat’s das auch nicht rausgerissen.
Das ist alles kein Weltuntergang, klar, aber ich merke, dass ich mich teilweise richtig unwohl fühle, wenn ich abends zuhause bin. Ich gucke manchmal Serien mit Laptop auf dem Schoß, einfach weil mir die Deckenleuchte zu düster ist, aber Leselampe ist dann wieder zu grell oder blendet. Es ist irgendwie immer zu viel oder zu wenig und nie genau das, was ich brauche. Und was mich am meisten wundert: Ich war früher nicht so empfindlich. Ich weiß nicht, ob es mit dem Alter kommt oder ob ich einfach in einer Wohnung gelandet bin, die vom Grundriss oder von der Wandfarbe her ungünstig ist. Die Decken sind recht hoch, die Wände so leicht beige, und das Wohnzimmer hat nur ein Fenster zur Nordseite, falls das irgendwie relevant ist.
Ich hab auch das Gefühl, dass ich viel schlechter schlafe, seit ich mehr Zeit in dieser Art von „Halbdunkel“ verbringe. So richtig müde werde ich nicht, aber auch nicht wach. Alles wirkt irgendwie wie in Watte gepackt, so leicht diffus. Und ja, ich weiß, es gibt bestimmt Lampenprofis hier im Forum, aber ich meine gar nicht nur die technische Lösung. Mich interessiert, ob das Gefühl jemand kennt: Dass man merkt, dass einen das Licht – oder der Mangel daran – irgendwie mental beeinflusst. Ich hab das vorher nie so richtig ernst genommen, wenn Leute über Lichtqualität gesprochen haben. Ich dachte, eine Lampe ist halt eine Lampe.
Ich bin gespannt, ob das nur so eine Phase ist oder ob es anderen ähnlich ging oder geht. Vielleicht ist es auch einfach die Jahreszeit, obwohl wir ja schon auf dem Weg zum Sommer sind. Aber sobald die Sonne weg ist, wird’s einfach wieder grau. Würde mich freuen, wenn jemand seine Erfahrungen teilen mag, vielleicht auch, wie ihr euch da beholfen habt. Nicht nur technisch – auch vom Gefühl her. Manchmal ist es ja gar nicht so sehr das Licht selbst, sondern wie man es wahrnimmt.
Wenn es abends einfach nie richtig hell wird
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Engelstochter
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