Anonyme Risikovoranfrage bei BU und DU: Warum eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend sein kann

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Engelstochter
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Anonyme Risikovoranfrage bei BU und DU: Warum eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend sein kann

Beitrag von Engelstochter »

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, stößt spätestens bei den Gesundheitsfragen auf einen besonders sensiblen Teil des Antrags. Frühere Erkrankungen, Behandlungen, Operationen, psychische Beschwerden oder bestimmte Hobbys können Einfluss darauf haben, ob ein Versicherer den Antrag normal annimmt, einen Risikozuschlag verlangt, einzelne Erkrankungen ausschließt oder den Versicherungsschutz ganz ablehnt. Gerade deshalb kann es sinnvoll sein, nicht sofort einen regulären Antrag zu stellen, sondern zunächst zu klären, wie verschiedene Gesellschaften das persönliche Risiko einschätzen.

Eine anonyme Risikovoranfrage verfolgt genau dieses Ziel. Dabei werden die relevanten Gesundheits- und Risikodaten aufbereitet und mehreren Versicherern zur Einschätzung vorgelegt, ohne dass unmittelbar ein regulärer Versicherungsantrag gestellt wird. Dadurch lassen sich unterschiedliche Annahmeentscheidungen miteinander vergleichen. Die Quelle zeigt anhand verschiedener Praxisfälle, dass Versicherer selbst identische gesundheitliche Angaben sehr unterschiedlich bewerten können. Während eine Gesellschaft eine normale Annahme ermöglicht, kann eine andere für denselben Sachverhalt einen Ausschluss verlangen, zusätzliche Unterlagen anfordern oder den Antrag voraussichtlich ablehnen.

Eine ausführliche Erklärung zur Vorgehensweise findet sich unter https://www.ufkb.de/blog/risikovoranfrage-bu-du . Dort wird beschrieben, warum eine anonyme Risikovoranfrage für Berufsunfähigkeitsversicherung und Dienstunfähigkeitsversicherung insbesondere bei Vorerkrankungen, unklaren Berufsbildern oder risikorelevanten Hobbys hilfreich sein kann. Außerdem werden Praxisbeispiele mit unterschiedlichen Voten mehrerer Versicherer dargestellt und erläutert, warum Gesundheitsangaben möglichst vollständig und präzise aufbereitet werden sollten.

Ein wichtiger Punkt ist die Frage, welche Angaben überhaupt relevant sein können. Viele Interessenten denken zunächst nur an schwere Erkrankungen oder größere Operationen. Tatsächlich können laut Quelle aber auch vermeintlich kleinere Sachverhalte bei der Risikoprüfung eine Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise wiederkehrende Rückenschmerzen, Allergien, Behandlungen wegen psychischer Belastung, frühere Knieverletzungen oder Medikamente. Ebenso können bestimmte Freizeitaktivitäten wie Tauchen, Kampfsport, Fallschirmspringen oder die Teilnahme an Radrennen berücksichtigt werden. Entscheidend ist dabei nicht allein die persönliche Einschätzung, sondern die Frage, wie der jeweilige Versicherer das Risiko bewertet.

Gerade bei Vorerkrankungen sollte deshalb eine Voranfrage möglichst detailliert formuliert sein. Eine kurze Angabe wie „Rückenschmerzen“ liefert einem Risikoprüfer nur wenig Informationen. Aussagekräftiger sind Angaben zu Ursache, Zeitraum, Behandlung, Dauer der Beschwerden, aktuellem Zustand und möglichen Folgen. Auch ärztliche Befunde können bei komplexeren Sachverhalten hilfreich sein. Je genauer die Informationen sind, desto eher kann ein Versicherer eine konkrete Einschätzung abgeben. Die Quelle beschreibt ausdrücklich, dass zu knapp formulierte Informationen in der Vergangenheit zu schlechteren oder unklareren Ergebnissen geführt hätten.

Wie groß die Unterschiede zwischen den Versicherern sein können, zeigt ein Beispiel mit einer einmaligen Krankschreibung aufgrund einer psychischen Überlastungsreaktion. Verschiedene Gesellschaften kamen bei identischen Angaben zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Einige verlangten Arztberichte, andere boten nur einen Vertrag mit Ausschluss psychischer Erkrankungen an, während wiederum andere eine Absicherung ablehnten oder keine abschließende Einschätzung abgaben. Nach Darstellung der Quelle konnte letztlich eine Gesellschaft gefunden werden, die den Kunden ohne Risikozuschlag und ohne Leistungseinschränkungen versicherte.

Ein weiteres Praxisbeispiel betrifft mehrere Vorerkrankungen, darunter eine frühere Kreuzband- und Meniskusverletzung, Allergien beziehungsweise Asthma sowie ein Muttermal auf der Netzhaut. Auch hier reichten die Reaktionen der Versicherer von normaler Annahme über zusätzliche Unterlagen und Ausschlussklauseln bis zur Ablehnung. Gerade solche Beispiele verdeutlichen, weshalb ein einfacher Preisvergleich bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu kurz greifen kann. Entscheidend ist zunächst, welcher Versicherer das individuelle Risiko überhaupt zu akzeptablen Bedingungen versichern möchte.

Bei der Vorbereitung einer Risikovoranfrage werden nach Angaben der Quelle verschiedene Bereiche erfasst. Dazu können ambulante und stationäre Behandlungen, psychische Behandlungen, regelmäßige Medikamenteneinnahmen, Behinderungen, geplante längere Auslandsaufenthalte, frühere Versicherungsanträge, Alkohol- oder Drogenkonsum sowie risikorelevante Hobbys gehören. Welche Zeiträume tatsächlich abgefragt werden, hängt allerdings von den jeweiligen Versicherungsfragen und Tarifen ab.

Besondere Vorsicht ist laut Quelle auch bei sogenannten Probeanträgen geboten. Wird tatsächlich ein Antrag gestellt und anschließend mit einem Zuschlag, einem Ausschluss oder einer Ablehnung beantwortet, können spätere Versicherer nach früheren Antragsentscheidungen fragen. Das kann die weitere Suche nach Versicherungsschutz erschweren. Die Quelle stellt deshalb die anonyme Voranfrage als Möglichkeit dar, zunächst verschiedene Einschätzungen einzuholen, bevor ein endgültiger Antrag gestellt wird.

Eine gute Risikovoranfrage besteht somit nicht nur darin, Gesundheitsdaten anonym weiterzugeben. Entscheidend sind eine vollständige Risikoanalyse, eine verständliche Aufbereitung der medizinischen Vorgeschichte und ein Vergleich der Antworten verschiedener Gesellschaften. Wer Vorerkrankungen oder andere risikorelevante Besonderheiten mitbringt, kann dadurch besser erkennen, welche Versicherer realistische Chancen auf einen möglichst umfassenden Schutz bieten. Erst danach sollte neben der Annahmeentscheidung auch geprüft werden, welcher Tarif hinsichtlich Bedingungen, Leistungen und Beitrag langfristig zum persönlichen Bedarf passt.
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